Lautsprecher begegnen uns überall im modernen Leben. Sie geben Tonsignale wieder, die elektronisch erzeugt wurden. In jedem Telefon, jedem Navi oder Fernseher, im Radio sowieso sind sie anzutreffen. Lautsprecher sind auch zur Wiedergabe von Signalen in Aufzügen oder Computern, Fahrkartenautomaten und elektronischen Klingeln vorhanden. Sie begleiten uns unbemerkt überall.
Ein Lautsprecher muß immer von einem Verstärker angesteuert werden. Dieser produziert die notwendige Leistung, um die Spule im Inneren des Lautsprechers mit Strom und Spannung zu versorgen. Die Ausgangsleistung des Verstärkers darf maximal so hoch sein wie die maximale Belastung des Lautsprechers. Ist die Ausgangsleistung des Verstärkers höher als die Belastung des Lautsprechers, kann dieser durchbrennen. Im umgekehrten Fall passiert dem Lautsprecher nichts, aber er wird halt nicht mit voller Leistung angesteuert. Wichtig sind im gemeinsamen Betrieb von Verstärker und Lautsprecher auch die gegenseitigen Impedanzen. Sie müssen gleich sein. Im Alltag und für Heimanwendung gibt es diese Probleme meist nicht, denn die erforderlichen Parameter sind genormt.
Das Paar aus Verstärker und Lautsprecher kann auch in einem Gerät vereinigt sein. Das ist dann ein aktiver Lautsprecher, weil dort das Tonsignal aktiv verstärkt wird. Ein passiver Lautsprecher ist ohne eigenen Verstärker. Aktiv Lautsprecher werden überall dort angewendet, wo es darauf ankommt, nur ein Gerät zu haben, keine zusätzlichen Kabel zu verwenden, möglichst kompakt und klein zu bleiben. Allerdings kann ein solcher aktiv Lautsprecher nicht für große Leistungen ausgelegt werden, da die im Verstärker entstehende Wärme die akustischen Eigenschaften des Lautsprechers verändern würde. Ebenfalls würden die elektrischen Felder, die bei einem Verstärker mit hoher Leistung zwangsläufig hoch sind, die Spule des Lautsprechers negativ beeinflussen.
Daher sind aktiv Lautsprecher vor allem für Zwecke der Information und nicht für High Fidelity geeignet. Zum Beispiel als Computer Lautsprecher, in einfachen Plattenspielern, Signalanlagen. Bei den aktiven Lautsprechern ist das Netzteil separat angeschlossen. Abgesehen von der Frage des Platzes in den meist kleinen aktiven Lautsprechern spielt hier auch die elektromagnetische Verträglichkeit eine Rolle. Ein Netzteil sendet wegen der in ihm enthaltenen Spule oder des Transformators immer elektromagnetische Felder aus. Wirken diese auf die Spule eines Lautsprechers ein, werden sie dort als Töne hörbar gemacht und stören die Wiedergabe des Nutzsignals. Bei aktiven Lautsprechern mit sehr geringer Anforderung an die Qualität kann es genügen, wenn ein eingebautes Netzteil gut elektromagnetisch abgeschirmt ist.
Geräte mit an den Lautsprecher angeflanschtem Verstärkerteil sind eigentlich keine aktiven Lautsprecher im eigentlichen Sinne. Da sie nach außen als ein Gerät in Erscheinung treten, kann man sie dennoch dazu zählen. Wenn bei solchen Geräten die Gehäuse von Verstärker und Lautsprecher akustisch und elektromagnetisch getrennt sind, können sie auch für hohe Leistungen ausgelegt sein. Solche Geräte werden vor allem für mobiles Equipment bei Veranstaltungen oder in Theatern verwendet. Sie können überall aufgestellt werden, optimal ausgerichtet und im Verbund mit anderen gleichartigen Geräten betrieben werden. Sie benötigen lediglich einen Stromanschluß und einen Signaleingang, sind meist mechanisch sehr robust gebaut. Sie dienen als Zuspielboxen, Kommando Lautsprecher, Mithörlautsprecher oder Backgroundboxen. Mitunter sind sie mechanisch mit Beleuchtungskörpern oder Signalmeldern verbunden. So wird etwa auf einer Theaterbühne Platz eingespart und man hat ein mehrfach einsetzbares Gerät.